Thermische Behaglichkeit



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Thermische Behaglichkeit ist gegeben, wenn der Mensch mit der Temperatur, Feuchte und Luftbewegung in seiner Umgebung zufrieden ist und weder wärmere noch kältere, weder trockenere noch feuchtere Raumluft wünscht. Auch ein wesentlicher Einfluss auf das Behag­lich­keits­emp­fin­den übt hierbei der Mensch selbst aus durch seine Tätigkeit und durch die Art seiner Bekleidung.

Die Bedingungen für thermische Behaglichkeit wurden systematisch durch den Dänen Ole Fanger erforscht und methodisiert.

Dieagramme zur thermischen Behaglichkeeit Links: Lufttemperatur-Strahlungswärme Rechts: Temperatur - Feuchte

 

Raumbedingte Umweltfaktoren

    • Temperatur der Oberflächen (Durchschnitt, Asymetrien)
    • Verteilung der Lufttemperatur
    • Luftbewegung

Dieagramme zur thermischen Behaglichkeeit Links: Lufttemperatur-Strahlungswärme Rechts: Temperatur - Feuchte

Faktoren, die die Raumbedingungen beeinflussen

  • Wärme und Feuchteschutz
    (Dämmung, Dichtigkeit der Gebäudehülle, Feuchte belastete Bauteile)
  • Heiz- und Kühlsystem
  • Raumlufttechnische Anlagen (Lüftungs- und Klimaanlagen)
  • Nutzung

Nutzungs und Mensch bedingte Faktoren

    • Tätigkeit
    • Bekleidung
    • Aufenthaltsdauer
    • Individuelles Wärmeempfinden

Normierte Richtwerte

Nach EN ISO 7730 wird mit dem PMV-Wert (Predicted Mean Vote) ein mittleres Raumklima durch die Nutzer beurteilt. Daraus folgt der PPD-Wert (Predicted Percentage of Dissatisfied) als zu erwartender Prozentsatz Unzufriedener. Sehr gute thermische Verhältnisse in einem Raum liegen vor, wenn nicht mehr als 10 % der Raumnutzer unzufrieden sind.

Richtwerte

  • Differenz der mittleren Wandoberflächentemperatur zur Raumluft weniger als 4 °C 
  • Die vertikal Temperaturdifferenz Fuss- bis Kopfhöhe maximal 3 °C/m tolerierbar , kleiner 1,5 °C/m ist anzustreben
  • Temperaturdifferenz verschiedener raumumschliessenden Flächen (Strahlungsasymmetrie) weniger als 5 °

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