Gesündere Wohnräume zahlen sich aus – Milliardenpotenzial durch Schimmelbeseitigung
Zur gesundheitsökonomischen Modellierungsstudie im Fachjournal medRxiv
Eine gesundheitsökonomische Untersuchung des National Center for Epidemiology and Population Health, die im September 2025 auf dem medizinischen Server medRxiv veröffentlicht wurde, liefert konkrete Zahlen für die Kosten-Nutzen-Rechnung bei der Schimmelbekämpfung. Das Forschungsteam zeigt auf, dass die systematische Beseitigung von Schimmel und Feuchtigkeit in Wohngebäuden neben dem direkten Nutzen für die Lebensqualität auch finanzielle Einsparungen im Gesundheitssystem ermöglicht. Hochgereechnet auf eine Million Einwohner könnten die jährlichen Gesundheitsausgaben durch eine schimmelfreie Wohnumgebung um rund 117 Millionen Dollar gesenkt werden.
Besonders im Fokus stehen dabei sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die statistisch häufiger in feuchten, schlechter gedämmten oder mangelhaft sanierten Wohnungen leben. Über einen Beobachtungszeitraum von 20 Jahren lassen sich pro Million Einwohner rund 4'190 gesunde Lebensjahre (sogenannte Health-Adjusted Life Years) hinzugewinnen. Für die Bauhygiene untermauert diese Erhebung eine zentrale Argumentation: Investitionen in die Schadstoffdiagnostik und eine nachhaltige Schimmelsanierung sind Massnahmen der Primärprävention, welche die sozialen Sicherungssysteme und Krankenkassen messbar entlasten können.