COVID-19-Schutzkonzept in der Langstrecken-Luftfahrt – Thai Airways

PLoS-Studie beschreibt das Infektionsschutzprotokoll und zeigt: Mit rigorosen Massnahmen sind keine Übertragungen an Bord belegt

· mdu · Hygiene, Studie

Die Frage der Übertragung von COVID-19 in Flugzeugen war für internationale Reisen und Repatriierungsflüge höchst relevant. Pongpirul und Kollegen beschrieben das Protokoll von Thai Airways für Flüge aus China und anderen Hochrisikogebieten.

Das Protokoll

  • Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder trugen Masken und Schutzkleidung.
  • Sitzabstände wurden maximiert; die Auslastung war reduziert.
  • Das Flugzeug wurde vor dem Flug desinfiziert; spezifische Desinfektionsabläufe galten auch während des Flugs.
  • Das Bordsystem der meisten modernen Flugzeuge verfügt über HEPA-Filter H14 und erneuert die Kabinenluft alle 2–3 Minuten.

Ergebnis

Bei 271 untersuchten Flügen mit insgesamt tausenden Passagieren wurden keine dokumentierten Bord-zu-Bord-Übertragungen berichtet.

Bedeutung für Innenraumhygiene

Moderne Flugzeuge sind in puncto Luftwechsel und Filterung deutlich besser aufgestellt als die meisten Gebäude. Die Studie unterstreicht, dass mit hohem Luftwechsel und HEPA-Filterung das Infektionsrisiko in Innenräumen erheblich reduziert werden kann – ein Argument für entsprechende Aufrüstung von Gebäudelüftungsanlagen.

Quelle: Pongpirul K, Kaewpoungngam K, Chotirosniramit K, Theprugsa P (2020): Commercial airline protocol during COVID-19 pandemic: An experience of Thai Airways International. PLoS ONE, 15(8): e0237299. DOI: 10.1371/journal.pone.0237299