Kontaktuntersuchungen bei den ersten 30 COVID-19-Fällen in Südkorea
Frühe systematische Kontaktnachverfolgung in Südkorea zeigt niedrige sekundäre Angriffsrate bei Kontakt im Freien
Die koreanischen CDC führten für die ersten 30 COVID-19-Fälle in Südkorea eine umfassende Kontaktnachverfolgung durch (insgesamt 2'370 Kontakte) und analysierten die Übertragungsmuster.
Wichtigste Befunde
- Haushalts-Angriffsrate: ca. 10–15 % – im Vergleich zu Influenza-Haushalten deutlich erhöht
- Flüchtige Aussenkontakte: sehr geringe sekundäre Angriffsrate
- Übertragungen erfolgten bevorzugt innerhalb von Haushalten, Einrichtungen und anderen geschlossenen Umgebungen
Bedeutung für Innenraum-Hygiene
Die frühe südkoreanische Kontaktanalyse war eine der ersten, die systematisch belegte, dass das Infektionsrisiko im Innenraum – und dort besonders bei längerem engem Kontakt – wesentlich grösser ist als bei kurzen Kontakten im Freien. Das unterstützt die priorisierte Auseinandersetzung mit der Innenraumluftqualität als Infektionsschutz.